Welche Leistungen deckt eine Unfallversicherung für Beamte ab?

Beamte sind nicht von der arbeitgeberfinanzierten und allgemeinen gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert. Damit diese Personen trotzdem geschützt sind, beinhaltet das Versicherungssystem der Beamtenversorgung auch Unfallfürsorgeleistungen. Die Versorgung ist in jedem Fall gegeben, jedoch können die Beamten im Fall einer Invalidität Probleme bei der Absicherung entstehen.

Sie brauchen Beratung oder einen Termin?

Sven Lohe – Versicherungsberater & Spezialist für Beamte
Telefon 0163-3160674 oder 0451-4998575
Email: Sven.lohe@dbv.de


Online Termin vereinbaren

Die Unfallfürsorge kann neben dem Unfallruhegehalt auch eine Unfall-Hinterbliebenenversorgung beinhalten. Hierzu gehören auch die Erstattung von Sachschäden und andere Aufwendungen, die Kosten für ein Heilverfahren, ein Unfall- oder ein Schadensausgleich.

Welche Leistungen deckt eine Unfallversicherung für Beamte ab?

Eine Unfallversicherung für Beamte leistet grundsätzlich bei Teil- oder Vollinvalidität. Geleitet wird Krankenhaustage- oder Genesungsgeld. Auch eine Unfallrente, Bergungsgeld oder Leistungen im Todesfall werden von der Versicherung gezahlt. Bei einer Invalidität ist die Staffelung der des Grades zu beachten. Es werden von den Versicherungen Progressionsregeln getroffen. Außerdem gehören zum Leistungsrahmen in der Unfallfürsorge auch die Erstattung von Sachschäden und die Pflege sowie eine einmalige Entschädigungsleistung. Wegen der besonderen Stellung der Beamten lassen sich Ähnlichkeiten zur GUV in vielen Bereichen feststellen, jedoch können diese Rahmenbedingungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung nicht ohne weiteres auf die Versorgung von Beamten nach einem Unfall übertragen werden.

Beamte, welche im Rahmen des Dienstes einen Unfall erleiden bzw. nach dem Beamtenversorgungsgesetz erkranken, erhalten wichtige Geldleistungen. Die Art und Weise richtet sich vor allem nach der Schwere des Unfalls im Dienst. Wenn der Beamte über einen Zeitraum von wenigstens sechs Monaten in der Erwerbsfähigkeit beschränkt ist, erhält über die Unfallversicherung für Beamte einen Ausgleich nach § 35 BeamtVG, welcher zusätzlich zu den Bezügen gezahlt wird. Maßgeblich ist hierbei die Beurteilung der Erwerbsfähigkeit im Erwerbsleben.

Welche Leistungen deckt eine Unfallversicherung für Beamte ab?
(c) pixabay.com / GlauchauCity

Tritt jedoch der Fall ein, dass der Beamte durch den Dienstunfall nicht mehr dem Dienst nachgehen kann, also dienstunfähig ist, übernimmt die Unfallversicherung für Beamte ein Unfallruhegehalt nach § 36 des BeamtVG. Die Höhe wird nach der ruhegehaltfähigen Dienstzeit, aus der sich die Zurechnungszeit ergibt und den Dienstbezügen berechnet.

Das Unfallruhegehalt aus der Fürsorge kann bei Vorliegen bestimmter Begleitumstände sich erhöhen, wenn sich ein Beamter in der Ausübung seines Dienstes in eine Gefahrensituation begibt. Beamte, welche nach dem Dienstunfall nicht durch Wechsel in den Ruhestand ausscheiden, erhalten einen sogenannten Unterhaltsbeitrag, solange infolge des Dienstunfalls eine Einschränkung der Erwerbsfähigkeit besteht. Dazu muss eine MdE von wenigstens 20 Prozent vorliegen. Die Leistungshöhe entspricht hierbei bei einer kompletten Erwerbsunfähigkeit 2/3 der Dienstbezüge.

Auswahl des Versicherers und der Tarife für eine Unfallversicherung für Beamte

Es gibt bei den Versicherungen unterschiedliche Tarife für die Unfallversicherung für Beamte. Diese sind in erster Linie davon abhängig, welchen Status der Beamte hat und ob auch Angehörige im öffentlichen Dienst beschäftigt sind. Bei den Versicherern stehen im Internet Rechner zur Verfügung, welche die Tarife bestimmten.
Ebenso werden Versicherungen mit Beitragsrückgewähr angeboten. Die Beitragsrückgewähr wird hierbei durch eine Kombination der Unfallversicherung mit der Rentenversicherung erzielt. Hiermit werden die Kosten zur klassischen Unfallversicherung erhöht, damit eine Ausschüttung erreicht werden kann. Die Risikoabsicherung für einen Unfall sollte so günstig wie nur möglich und getrennt von einer Kapitalanlage vereinbart werden.

Beim Abschluss einer Unfallversicherung sollt Bedacht werden, dass Unterschiede zwischen der Unfallversicherung und der Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamte bestehen, die unterschiedliche Bereiche abdecken und sich einander ergänzen. Die Unfallversicherung leistet einmalig entsprechend dem Grad der gesundheitlichen Beeinträchtigung. Die Dienstunfähigkeitsversicherung zahlt dauerhaft für den Einkommensverlust.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.