Warum benötigen Beamte eine private Krankenversicherung?

Was ist eine private Krankenversicherung und wieso sind so viele Beamte privat versichert?

In Deutschland gibt es verschiedene Krankenkassenarten zum einen die gesetzlichen Krankenkassen (GKV), zum anderen die privaten Krankenkassen (PKV). Die Krankenversicherung ist in Deutschland eine Pflichtversicherung, weshalb jeder Staatsbürger eine solche Versicherung haben muss. Allerdings kann nicht jeder in eine private Krankenkasse.

Wer kann in eine PKV?

In eine private Krankenversicherung können Arbeiter und Angestellte, die ein jährliches Bruttoeinkommen von über 60.750€ haben. Beamte, Richter, genauer gesagt jede Person mit einem Anspruch auf Beihilfe genießt eine Sonderregelung, diese Personen können sich auch unter der Grenze des jährlichen Bruttoeinkommens privat versichern lassen. Selbstständige, Freiberufler, Schüler und Studenten können sich auch unterhalb der Bruttoeinkommens Regelung privat versichern lassen. Beamte sollten sich immer ausgiebig über alle Versicherungen für Beamte beraten lassen.

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Sven Lohe – Versicherungsberater & Spezialist für Beamte
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Welche Vorteile hat die private Krankenversicherung?

Die private Krankenversicherung hat den Vorteil, dass diese meistens bessere Leistungen im Krankheitsfall bietet als die gesetzliche Krankenversicherung. Außerdem kann man bei einer privaten Krankenversicherung zwischen gewissen Leistungen wählen und so abwägen ob man zum Beispiel ein Einzelbett Zimmer während eines Krankenhausaufenthaltes möchte oder nicht.

Warum benötigen Beamte eine private Krankenversicherung?
(c) pixabay.com / stevepb

 

Warum sind Beamte meistens privat krankenversichert?

Beamte sind nahezu ausnahmslos in einer privaten Krankenversicherung, rund 94 % der Beamten sind privat krankenversichert – Quelle: destatis.de. Der Grund dafür ist, dass der Dienstherr (Bund, Land) nur Beihilfe zu einer privaten Krankenversicherung gibt (Sonderregelungen existieren in gewissen Bundesländern, wie in Hamburg). Die Beihilfe ist theoretisch gesehen der Arbeitgeberanteil, wobei es im Detail jedoch noch gewisse Unterschiede gibt. Würde ein Beamter weiterhin in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben, müsste er in der Regel selber den Arbeitgeberanteil der Krankenversicherung zahlen. Allerdings gibt es auch Beamte die nicht in eine private Krankenversicherung eintreten, ein Grund dafür kann zum Beispiel eine Vorerkrankung sein, aufgrund dessen die PKV einen sehr hohen Risikozuschuss verlangt oder Leistungsausschlüsse macht. Der Dienstherr leistet bei einem normalen Beamten eine Beihilfe von 50 % des Versicherungsbeitrags. Bei Beamten mit zwei Kindern, sowie Pensionären übernimmt der Dienstherr 70 % des Versicherungsbeitrags.

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